Arbeitsrecht von A-Z
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Zusatzurlaub für Schwerbehinderte muss abgegolten werden

Bereits 2009 hatte das Bundesarbeitsgericht Arbeitgeber dazu verpflichtet, Urlaubsansprüche, die während langer Krankheit des Arbeitnehmers entstanden sind, nach einem an die Krankheit anschließenden Ende des Arbeitsverhältnisses finanziell abzugleichen. Nun wird dies auch auf Schwerbehinderten-Zusatzurlaub angewendet. Daraus ergibt sich für die Unternehmen eine erheblich finanzielle Belastung, da viele Langzeiterkrankte auch  schwerbehindert sind. Ein schwerbehinderter Arbeitnehmer war bis vor das BAG gezogen, um seine Ansprüche durchzusetzen und bekam Recht,  was den Ausgleich des Schwerbehindertenzusatz-Urlaubs anging. Seinen Abgeltungsforderungen hinsichtlich des tariflichen Mehrurlaubs wurde nicht stattgegeben, da im betreffenden Tarifvertrag vorgesehen war, dass Abgeltungsansprüche am Ende des tariflichen Übertragungszeitraumes untergehen sollen. (BAG 9 AZR 128/09)
( 08/10 )