Arbeitsrecht von A-Z
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Das Gerangel um den Urlaub



Jedes Jahr geht das Gerangel um die beste Zeit des Jahres in den Betrieben los. Grundsätzlich stehen jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 20 Urlaubstage zu und der Großteil davon muss in einem Block genommen werden, damit auch wirklich die Erholung eintreten kann.
Bei der Vergabe der Urlaubstermine gibt es ein paar grundsätzliche Regeln zu beachten. Bei der Vergabe von Urlaub währen der Schulferien haben Familienväter und -mütter sowie Kollegen, die mit einem Lehrer verheiratet sind, Vorrang vor kinderlosen Arbeitnehmern. Noch vor den Müttern und Vätern stehen im Urlaubsplan jedoch diejenigen, die gerade aus einer Kur oder Reha-Behandlung kommen und ihren Urlaub dranhängen möchten aber auch diejenigen, die der Chef für akut erholungsbedürftig hält. Wer ohne Absprache mit seinem Arbeitgeber eine Reise gebucht hat, trägt das Risiko alleine. Doch wann muss der Urlaubsplan stehen? Dafür gibt es keine Regel – verpasst ein Arbeitnehmer die besten Schnäppchen, weil sich der Chef nicht entscheiden kann, besteht kein Anspruch auf Entschädigung. Wegen wichtiger betrieblicher Belange kann der Arbeitgeber sogar den Urlaub verweigern. Ist der Urlaub aber einmal genehmigt, darf der Arbeitnehmer ihn auch nehmen, es sei denn, es tritt ein echter Notfall im Unternehmen ein. Dann allerdings muss das Unternehmen auch den Schaden, sprich die Kosten der Reise, tragen. Das Handy darf übrigens im Urlaub aus bleiben. Ist der Urlaub einmal angetreten, muss der Arbeitnehmer nicht erreichbar sein.
( 04/09 )