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Weihnachtsgeschenk, Steuerpflicht

Geschenke für Mitarbeiter: Zahlt der Weihnachtsmann Steuern?



Weihnachtszeit ist Geschenkezeit -das gilt auch in der Arbeitswelt. Viele Firmen beschenken ihre Mitarbeiter oder Geschäftskunden. Doch welche Konsequenz hat das für die Steuer? Das Lohnsteuerrecht gibt hier einen großzügigen Rahmen für Sachgeschenke vor, Geldgeschenke hingegen sind grundsätzlich steuerpflichtig.
Arbeitgeber können die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 44 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei für ein Sachgeschenk nutzen, sofern die Grenze noch nicht durch andere Zuwendungen im Dezember überschritten wurde. Wird das Geschenk im Rahmen einer Weihnachtsfeier übergeben, bleibt es bis zu einem Wert von 40 Euro steuerfrei. Allerdings wird der Wert des Geschenkes in die Prüfung der 110-EuroFreigrenze für Betriebsveranstaltungen einbezogen. Das heißt, der verbleibende Teil kann dann für Speisen, Getränke und Feierlichkeiten ausgegeben werden.
Außerdem gibt es die Möglichkeit der pauschalen Steuerübernahme mit einem Steuersatz von 30 Prozent für Geschenke an eigene Mitarbeiter oder Geschäftskunden. Allerdings muss dies dann für die entsprechende Gruppe das ganze Jahr über angewandt werden. Übrigens: Geschenke an eigene Mitarbeiter sind immer und in voller Höhe als Betriebsausgabe abzugsfähig. Geschenke an Geschäftsfreunde hingegen sind nur abzugsfähig, wenn die Anschaffungskosten 35 Euro nicht übersteigen. – ansonsten kann die 30-prozentige Pauschalsteuer als Betriebsausgabe abgezogen werden.
( 12/08 )