Arbeitsrecht von A-Z
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Vulkan-Ausbruch: Kein Geld für ausgefallene Arbeit

Der Vulkan-Ausbruch in Island hat vielen durch das Flugverbote einen verlängerten Urlaub beschert. Doch das hat Folgen. Zwar kann der Arbeitgeber den betroffenen Mitarbeitern weder abmahnen noch ihm kündigen. Da es ihm unmöglich ist, seine Arbeitsleistung zu erbringen, ist er laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch von seiner Leistungspflicht befreit.

 Allerdings muss er finanzielle Einbußen fürchten, denn der Arbeitgeber muss nur für Arbeitszeit Gehalt zahlen. Gleiches gilt übrigens auch für wetterbedingte Verspätungen wie Überschwemmung, Schneechaos etc oder Streiks bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Geld ohne Arbeit gibt es nur bei gesetzlichen Ausnahmefällen wie Urlaub oder Krankheit. Wer den finanziellen Einbußen vorbeugen möchte, sollte in einem solchen Fall Urlaub beantragen. Außerdem ist er verpflichtet, Schaden von seinem Arbeitgeber fern zu halten, indem er z.B. per Telefon oder Internet von seinem Urlaubsort aus Schritte in die Wege leitet, um den Fortgang der Arbeiten zu gewährleisten. Hat der Arbeitgeber nicht ausdrücklich weiteren Urlaub genehmigt, muss der Mitarbeiter außerdem alles ihm zumutbare tun, um schnellstmöglich wieder auf der Arbeit zu erscheinen.