Arbeitsrecht von A-Z
Anzahl der Einträge: 1

Videoüberwachung, Schmerzensgeld

Schmerzensgeld wegen Videoüberwachung.

Wird ein Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz permanent von einer Videokamera erfasst, steht ihm Schmerzensgeld. So hat das Arbeitsgericht Frankfurt geurteilt. Einem Techniker sprach es 3500 Euro zu, da der Mann, der in einem Arbeitsraum Computer reparierte, permanent von einer Videokamera gefilmt wurde. Eine datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung hatte er ausgehändigt bekommen, diese aber nicht unterschrieben. Nach Auffassung der Richter war das Filmen eine schwerwiegende Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes. Es gehöre unbestreitbar zum Persönlichkeitsrecht eines Menschen, zu entscheiden, ob Aufnahmen von ihm gemacht werden oder nicht. (ArbG Frankfurt, 22 Ca 9428/12)
( 11/14 )