Arbeitsrecht von A-Z
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Urlaubsgeld ist nicht Bestandteil des Mindestlohns

Urlaubsgeld darf nicht in die Berechnung des Mindestlohns eingerechnet werden. Es gilt vielmehr als Ausgleich für die zusätzlichen Kosten, die im Urlaub für die Erholung entstehen. Das Arbeitsgericht Bautzen hat diese Auffassung jüngst nochmal mit einem Urteil bekräftigt. Die Klägerin war als Montagekraft zu 7 Euro die Stunde beschäftigt. Seit 2015 zahlte der Arbeitgeber zusätzlich hierzu eine Zulage nach dem Mindestlohngesetz in Höhe von 215,65 Euro und war offenbar der Meinung so auf den Mindestlohn von 8,50 Euro zu kommen. Hiergegen klagte die Frau und erhielt Recht. Die Abrechnung sei nicht korrekt, so die Richter. Denn Urlaubsgeld wird nicht für die Arbeitsleistung gezahlt, sondern für die Erholung zur Erhaltung der Arbeitskraft. Gleiches gelte auch für die Berechnung des Nachtarbeitzuschlages, auch hier hatte die Beklagte falsch gerechnet und keine 8,50 Euro Mindestlohn gezahlt, sondern den Zuschlag mit eingerechnet. (ArbG Bautzen, 1 Ca 1094/15)
( 01/16 )