Arbeitsrecht von A-Z
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Urlaub

Urlaub am Stück



Grundsätzlich gilt: Der Arbeitgeber muss die Urlaubswünsche seiner Mitarbeiter berücksichtigen, allerdings nur dann, wenn keine dringenden betrieblichen Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer dem entgegenstehen. Auch sind Arbeitnehmer nicht berechtigt, einen Urlaub eigenmächtig anzutreten, der Arbeitgeber bestimmt die zeitliche Lage und Dauer des Urlaubs. Dabei muss der Arbeitgeber allerdings gemäß § 315 BGB und § 106 S. 1 GewO bei der Ausübung seines Direktionsrechtes die Grenzen billigen Ermessens einhalten.
Auch haben Arbeitnehmer Anspruch auf einen längeren Urlaub am Stück., um eine Erholung des Arbeitnehmers zu gewährleisten, es sei denn dringende betriebliche Gründe oder Gründe in der Person des Arbeitnehmers machen eine Teilung erforderlich. Wenn der Urlaub auf Wunsch des Arbeitnehmers zuvor gestückelt wurde, hat er nicht das Recht im Nachhinein noch einen längeren Urlaub einzufordern. (Lag Niedersachsen, 7Sa 1655/08)
Außerdem muss der Urlaub im laufenden Kalenderjahr gewährt werden. Eine Übertragung in das nächste Kalenderjahr ist nur bei dringenden betrieblichen Gründen oder solchen, die in der Person des Arbeitnehmers liegen, vorgesehen und dann in der Regel auch nur bis zum 31.03.
( 10/09 )

Urlaub

Das Gerangel um den Urlaub



Jedes Jahr geht das Gerangel um die beste Zeit des Jahres in den Betrieben los. Grundsätzlich stehen jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 20 Urlaubstage zu und der Großteil davon muss in einem Block genommen werden, damit auch wirklich die Erholung eintreten kann.
Bei der Vergabe der Urlaubstermine gibt es ein paar grundsätzliche Regeln zu beachten. Bei der Vergabe von Urlaub währen der Schulferien haben Familienväter und -mütter sowie Kollegen, die mit einem Lehrer verheiratet sind, Vorrang vor kinderlosen Arbeitnehmern. Noch vor den Müttern und Vätern stehen im Urlaubsplan jedoch diejenigen, die gerade aus einer Kur oder Reha-Behandlung kommen und ihren Urlaub dranhängen möchten aber auch diejenigen, die der Chef für akut erholungsbedürftig hält. Wer ohne Absprache mit seinem Arbeitgeber eine Reise gebucht hat, trägt das Risiko alleine. Doch wann muss der Urlaubsplan stehen? Dafür gibt es keine Regel – verpasst ein Arbeitnehmer die besten Schnäppchen, weil sich der Chef nicht entscheiden kann, besteht kein Anspruch auf Entschädigung. Wegen wichtiger betrieblicher Belange kann der Arbeitgeber sogar den Urlaub verweigern. Ist der Urlaub aber einmal genehmigt, darf der Arbeitnehmer ihn auch nehmen, es sei denn, es tritt ein echter Notfall im Unternehmen ein. Dann allerdings muss das Unternehmen auch den Schaden, sprich die Kosten der Reise, tragen. Das Handy darf übrigens im Urlaub aus bleiben. Ist der Urlaub einmal angetreten, muss der Arbeitnehmer nicht erreichbar sein.
( 04/09 )