Arbeitsrecht von A-Z
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Urlaub nach Krankheit

Auch nach langer Krankheit steht einem Arbeitnehmer sein Urlaub direkt im Anschluss zu. Der Arbeitgeber kann ihn nicht verpflichten, seinen zuvor festgelegten Urlaub zu verschieben. Entsprechend urteilte jetzt das Landesarbeitsgericht Bremen.

In dem Fall wollte ein Niederlassungsleiter nach langer Krankheit seinen zuvor eingereichten Urlaub im Anschluss nehmen. Der Arbeitgeber verwies darauf, dass andere Mitarbeiter wegen der Krankheit des Niederlassungsleiters ihren Urlaub hätten zurückstellen müssen, und dass sich dieses Verhalten für eine Führungsperson nicht gehöre. Der Niederlassungsleiter bestand auf seinen Urlaub und wurde daraufhin mit sofortiger Wirkung gekündigt. Zu Unrecht, wie die Richter urteilten. Sie verwiesen auf das Bundesurlaubsgesetz, dass nicht vorsieht, dass ein Arbeitnehmer in solchen Fällen seine Urlaubsplanung abändern muss. Außerdem sei die Kündigung ein Verstoß gegen das Maßregelverbot. Grundsätzlich gilt: Hat der Arbeitgeber den Urlaub erteilt, ist dies in der Regel unwiderruflich. Und ist er einmal eingereicht, so ist dies auch verbindlich. Eine nachträgliche Änderung muss zwischen beiden Parteien einvernehmlich vereinbart werden. Allerdings können nachträglich eingetretene wichtige betriebliche Interessen erfordern, dass der Arbeitnehmer einer Änderung zustimmen muss. Weigert sich dieser, hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, eine einstweilige Verfügung zu erwirken. (LAG Bremen, 2 Sa 111/08)

Urlaub, nach Krankheit

Urlaub nach Krankheit



Auch nach langer Krankheit steht einem Arbeitnehmer sein Urlaub direkt im Anschluss zu. Der Arbeitgeber kann ihn nicht verpflichten, seinen zuvor festgelegten Urlaub zu verschieben. Entsprechend urteilte jetzt das Landesarbeitsgericht Bremen. In dem Fall wollte ein Niederlassungsleiter nach langer Krankheit seinen zuvor eingereichten Urlaub im Anschluss nehmen. Der Arbeitgeber verwies darauf, dass andere Mitarbeiter wegen der Krankheit des Niederlassungsleiters ihren Urlaub hätten zurückstellen müssen, und dass sich dieses Verhalten für eine Führungsperson nicht gehöre. Der Niederlassungsleiter bestand auf seinen Urlaub und wurde daraufhin mit sofortiger Wirkung gekündigt. Zu Unrecht, wie die Richter urteilten. Sie verwiesen auf das Bundesurlaubsgesetz, dass nicht vorsieht, dass ein Arbeitnehmer in solchen Fällen seine Urlaubsplanung abändern muss. Außerdem sei die Kündigung ein Verstoß gegen das Maßregelverbot. Grundsätzlich gilt: Hat der Arbeitgeber den Urlaub erteilt, ist dies in der Regel unwiderruflich. Und ist er einmal eingereicht, so ist dies auch verbindlich. Eine nachträgliche Änderung muss zwischen beiden Parteien einvernehmlich vereinbart werden. Allerdings können nachträglich eingetretene wichtige betriebliche Interessen erfordern, dass der Arbeitnehmer einer Änderung zustimmen muss. Weigert sich dieser, hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, eine einstweilige Verfügung zu erwirken. (LAG Bremen, 2 Sa 111/08)
( 10/09 )