Arbeitsrecht von A-Z
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Urlaub, Arbeitsverbot

Der Urlaub ist grundsätzlich zur Erholung des Arbeitnehmers gedacht. Daher untersagt das Bundesurlaubsgesetz dem Arbeitnehmer auch, während seines Urlaubs einer erwerbsmäßigen Arbeit nachzugehen, die dem entgegensteht. Allerdings ist hierbei entscheidend, ob die geleistete Arbeit tatsächlich dem Urlaubszweck entgegen steht. Ist zum Beispiel eine Sekretärin während des Urlaubs in einem anderen Sekretariat tätig, widerspricht dies dem Erholungsgedanken. Ist jedoch ein weitgehend geistig schaffender Arbeitnehmer während des Urlaubs handwerklich tätig, so kann dies dennoch als Erholungszeit angesehen werden. Der Einzelfall also entscheidend. In keinem Fall ist der Arbeitgeber aber berechtigt, die Urlaubsvergütung zu kürzen. Er kann lediglich Schadensersatzansprüche oder einen Unterlassungsanspruch geltend machen.
( 08/12 )