Arbeitsrecht von A-Z
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SV-Werte ändern sich 2011

Erstmals seit 1949 wird die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung 2011 sinken. Denn im Krisenjahr 2009 verfügten die Arbeitnehmer Deutschlands um über 0,24 Prozent weniger Bruttoentgelt als im Vorjahr. Ende des Jahres wird der Bundesrat die neuen SV-Werte beschließen, schon jetzt wurden sie bekannt gegeben. So wird die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der  gesetzlichen Krankenversicherung von derzeit 3.750 Euro auf 3.712,50 Euro im Jahr 2011 herabgesetzt. Dennoch wird es für alle teurer: Für Arbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt oberhalb der BBG wird es wegen des steigenden Arbeitnehmeranteils (8,2 Prozent) um 2,76 Prozent teurer als 2010. Und die Unternehmen müssen wegen des auf 7,3 % steigenden Arbeitgeberanteils für jeden ihrer besser verdienenden Mitarbeiter 3,24 Prozent (102,15 Euro) mehr Beitragszuschüsse zahlen. 
Doch auch die Hürde zur Privaten Krankenversicherung wird 2011 gesenkt. So fällt die Jahresarbeitsentgeltgrenze von bisher 49.950 Euro auf 49.500 Euro. Für die PKV-Bestandsfälle sinkt die Grenze von  45.00 Euro auf 44.550 Euro. Und der Zugang zur PKV soll bereits nach einjähriger Überschreitung der Grenze möglich sein, sofern vorausschauend betrachtet auch im Folgejahr die Grenze wieder überschritten wird.
Die Bemessungsgrenze zur Renten- und Arbeitslosenversicherung wird 2011 im Westen bei 5.500 Euro stagnieren, im Osten wird sie von 4.650 Euro auf 4.800 Euro steigen. Während im Westen auch die monatliche Bezugsgröße (von ihr leiten sich Grenz- und Bezugswerte im Sozialversicherungswert ab) bei 2.555 Euro unverändert bleibt, steigt sie im Osten von 2.170 Euro auf 2.240 Euro an.
Zum 1. Januar 2011 wird der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von 2,8 Prozent auf 3 Prozent angehoben. 
( 12/10 )