Arbeitsrecht von A-Z
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Stromklau kein Kündigungsgrund

Das Aufladen eines Akkus ist kein Kündigungsgrund. Nach dem Fall der Berliner Kassiererin „Emely“ ist ein weiterer medienträchtiger Kündigungsfall wegen Geringfügigkeit vom Tisch gefegt. Einem Computerfachmann war nach 19 Jahren Betriebszugehörigkeit gekündigt worden, weil er den Akku seines Motorrollers am Arbeitsplatz aufgeladen hat. Der entstandene Schaden belief sich auf 1,8 Cent. Das Arbeitsgericht Siegen hob die Kündigung auf, die Berufung seines Arbeitgebers wies das Landesarbeitsgericht Hamm zurück. Der geringe Geldwert und die lange Mitarbeit des Mitarbeiters seien zu berücksichtigen, der Mann müsse weiterbeschäftigt werden. Grundsätzlich gilt: Ist das Vertrauen hoch und der Schaden gering, riskieren Arbeitgeber, dass die Kündigung unwirksam ist.
( 09/10 )