Arbeitsrecht von A-Z
Anzahl der Einträge: 1

Resturlaub bei Arbeitszeitwechsel

Bisher durften Arbeitnehmer den Resturlaub verhältnismäßig kürzen, wenn Arbeitnehmer von Vollzeit in Teilzeit wechselten. Bei einem Wechsel von einer Fünf- und eine Viertagewoche beispielsweise wurde der Urlaubsanspruch auf vier Fünftel gekürzt, wodurch die Anzahl der Urlaubswochen gleich blieb, nicht jedoch die Anzahl der Urlaubstage. Das hat sich nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes nun geändert – mit großen Folgen vor allem für kleine Betriebe. Fakt: Reduziert jemand seine Wochenarbeitszeit von fünf auf einen Tag und hat er noch 15 Tage Resturlaub, so fällt er quasi 15 Wochen aus. Damit es nicht erst soweit kommt, sollten Unternehmen Mitarbeiter, die in Teilzeit wechseln wollen, bitten, ihren Urlaub vorher zu nehmen. Gleiches gilt für Mitarbeiter, die in Elternzeit oder Mutterschutz gehen. Verfällt der Urlaub zum Jahreswechsel automatisch, ist dies aus Unternehmersicht ein günstiger Termin für einen Wechsel der Arbeitszeit. Wer seine Arbeitszeit lediglich reduziert, nicht aber die Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage, den betrifft dies nicht.
( 08/15 )