Arbeitsrecht von A-Z
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Religiöse Verabschiedung darf untersagt werden

Seine religiöse Überzeugung hat einen Callcenter-Agenten des Shopping-Senders QVC den Job gekostet. Der Mann hatte sich von seinen Kunden stets mit der Abschiedsformel „Vielen Dank für Ihren Einkauf. Jesus hat Sie lieb.“ verabschiedet, und damit eine interne Dienstanweisung zur Wahrung der Neutralität übertreten. Er erhielt die Kündigung und zog vor Gericht. Das Landesarbeitsgericht gab dem Unternehmen Recht, auch wenn negative Reaktionen seitens der Kunden auf die Verabschiedungsformel ausgeblieben waren. Das Recht auf freie Religionsausübung habe nur dann mehr Gewicht als die Arbeitsanweisung, wenn der Angestellte durch die Befolgung der Anweisung in schwere Gewissenskonflikte gerate. Dies konnten die Richter in diesem Fall aber nicht sehen. (LAG Hamm, 4 Sa 2230/10)
( 06/11 )