Arbeitsrecht von A-Z
Anzahl der Einträge: 1

Mutterschaftsgeld für Mini-Jobberinnen

Für schwangere Minijobberinnen gelten die gleichen Schutzregelungen wie für Voll- oder Teilzeit-Beschäftigte. Sie sind sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt ihres Kindes von der Arbeit freizustellen. Sie haben in dieser Zeit Anspruch auf Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt, wenn sie über den Ehepartner familienversichert oder privat versichert sind. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes richtet sich nach dem Nettolohn der letzten drei Monate vor Beginn der Schutzfrist – maximal 210 Euro. Ist die werdende Mutter selbst krankenversichert, zum Beispiel über ihre Hauptbeschäftigung, als Studentin, als Rentnerin oder als Bezieherin von Arbeitslosengeld, erhält sie Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse. Dieses richtet sich nach dem Tages-Nettolohn der letzten drei Monate vor Beginn des Mutterschutzes und ist begrenzt auf maximal 13 Euro am Tag, 390 Euro im Monat. Wäre der tatsächliche Tageslohn jedoch höher als 13 Euro, entsteht ein Anspruch auf Zuschuss durch den Arbeitgeber. Er muss die Differenz zum Mutterschaftsgeld zahlen. Minijobberinnen, die ihr Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt erhalten, haben ebenfalls Anspruch auf den Differenzbetrag oberhalb von 390 Euro. Arbeitnehmerinnen mit Haupt- und Nebenbeschäftigung erhalten den Zuschuss von beiden Arbeitgebern.
Hat der Arbeitgeber die U2 entrichtet, hat er Anspruch auf Erstattung dieser Aufwendungen, z.B. bei einem Beschäftigungsverbot. Für Minijobs beträgt die U2 0,3 Prozent des Arbeitsentgeltes. Sowohl Mutterschutzlohn als auch der Zuschuss werden erstattet.
( 05/16 )