Arbeitsrecht von A-Z
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Mobbing, Schmerzensgeldanspruch

Schmerzensgeld bei Mobbing
Erstmals hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass Mobbing durchaus zu Schmerzensgeldansprüchen führen kann. Damit wurde Mobbing als Rechtsbegriff anerkannt. Der Begriff Mobbing erfordert juristisch das fortgesetzte und zielgerichtete Anfeinden, Schikanieren und Diskriminieren eines Menschen. Das Bundesarbeitsgericht sprach einem Oberarzt Schmerzensgeldansprüche zu, der von dem Chefarzt der Abteilung in seiner Qualifikation permanent herabgewürdigt wurde. Da der Chefarzt Erfüllungsgehilfe der Klinik sei, so das BAG, könne der Oberarzt Schmerzensgeldansprüche geltend machen, nicht aber die Ablösung des Chefarztes fordern. Auch habe er keinen Anspruch auf eine Versetzung, wenn kein anderer entsprechender Arbeitsplatz in der Klinik frei sei.
(BAG, 8 AZR 593/06)
( 12/07 )