Arbeitsrecht von A-Z
Anzahl der Einträge: 1

Mobbing, Beleidigung

Beleidigung ist nicht gleich Mobbing
Beleidigt ein Chef seinen Mitarbeiter, so ist dies nicht gleich als Mobbing anzusehen und rechtfertigt auch kein Schmerzensgeld. So urteilten die Richter des Arbeitsgerichtes und des Landesarbeitsgericht Nürnberg in einem Fall. Ein LKW-Fahrer, der vier Tage beschäftigt war, wurde von seinem Chef gerügt: „Du fährst wie ein Schwein“. Nach der Kündigung klagte der LKW-Fahrer auf Schmerzensgeld wegen Mobbings. Die Richter erkannten dies jedoch nicht an. Von Mobbing könne nur die Rede sein, wenn ein Mitarbeiter systematisch und über einen längeren Zeitraum erniedrigt werde. Bei der Aussage des Chefs habe es sich lediglich um eine „derbe Kritik“ gehandelt, die aber nicht persönlichkeitsverletzend zu werten sei.
( 12 / 06 )