Arbeitsrecht von A-Z
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Minijob, Dokumentation der Arbeitszeit

Arbeitgeber müssen ab dem 1. Januar 2015 eine genaue Stundenaufzeichnung für ihre geringfügig Beschäftigten führen. Der Gesetzgeber hat hierfür konkrete Dokumentations- und Aufzeichnungspflichten geschaffen, die bei Nichteinhaltung mit einem hohen Bußgeld geahndet werden können. Arbeitgeber müssen die für die Versicherungsfreiheit maßgebenden Angaben in den Entgeltunterlagen aufzeichnen, d.h. die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit und die tatsächlich geleistete Arbeitsstunden. Nur so können die Sozialversicherungen verschiedene Sachverhalte klären, wie z.B. die beitragsrelevante Beurteilung von Sonn- und Feiertags- und Nachtarbeitszuschlägen oder auch die Feststellung des Beitragsanspruchs bei Nichteinhaltung des Mindestlohns aufgrund allgemein verbindlicher Tarifverträge. Ab Januar gilt es also Folgendes zu dokumentieren: Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens bis zum Ablauf des 7. auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertag. Die Unterlagen müssen zwei Jahre lang bei den Entgeltunterlagen für die Sozialversicherung aufbewahrt werden. Wer das nicht tut, handelt ordnungswidrig und riskiert ein Bußgeld von bis zu 30.000 Euro.
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