Arbeitsrecht von A-Z
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Minderleistung, Kündigung

Kündigung wegen Minderleistung muss beweisbar sein
Sollte ein Mitarbeiter nicht das Arbeitssoll erfüllen, und so die Erwartungen des Arbeitgebers von einem ausgewogenem Verhältnis von Leistung zu Gegenleistung zu weit auseinanderklaffen, kann dem Mitarbeiter personenbedingt gekündigt werden. Allerdings nur dann, wenn der Arbeitgeber den Mitarbeiter im Vorfeld auf sein Leistungsdefizit hingewiesen hat. So sieht es das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz. Geklagt hatte ein Mann, der zunächst als Assistenz-, dann als Fach und schließlich als Oberarzt eingruppiert worden war. Während der Probezeit wurden seine fachlichen Qualitäten mit der Note „Eins“ bewerte. Dennoch wurde ihm eine Änderungskündigung vorgelegt, die eine Herabgruppierung vorsah. Der Arzt zog vor Gericht, berief sich dabei auf die Tatsache, dass er im Vorfeld nicht auf eine Minderleistung hingewiesen worden sei. Das Arbeitsgericht gab seiner Klage statt, eine Berufung vor dem Landgericht blieb erfolglos. Die Richter sahen es als erwiesen, dass der Arbeitgeber dem Arzt keine Minderleistung nachweisen konnte. Eine Kündigung sei personen- wie verhaltensbedingt nicht gerechtfertigt. (LAG Rheinland-Pfalz, 6 Sa 357/13)
( 04/14 )