Arbeitsrecht von A-Z
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Kurzarbeit

Informationen rund um die Kurzarbeit



Die Wirtschaftskrise treibt immer mehr Firmen und ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit. Doch Angestellte können unter bestimmten Voraussetzungen auf vertraglich zugesicherte Stunden bestehen. Zwar erhält die Mehrzahl der Beschäftigten von der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld (60 oder 67 % des Nettogehaltes), das gleicht aber die Einkommensverluste nicht zur Gänze aus. Daher dürfen Firmen Kurzarbeit auch nicht nach Belieben anordnen. Inwieweit Kurzarbeit veranlasst werden kann, ergibt sich entweder aus dem Tarifvertrag oder aus einer Betriebsvereinbarung. Darin sind z.B. Fristen geregelt, innerhalb welcher Zeit Kurzarbeit angeordnet werden kann. Ist der Berieb nicht tarifgebunden, müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigen, der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht. Kommt es zu keiner gütlichen Einigung, kann der Arbeitgeber versuchen, Kurzarbeit per Änderungskündigung durchzusetzen.
Arbeitnehmer könne sich gegen Kurzarbeit wehren, wenn die Voraussetzungen für die Arbeitszeitverkürzung nicht erfüllt sind. Sind sie aber erfüllt und pocht der Arbeitnehmer wiederholt auf seine volle Arbeitszeit, so kann ihm eine verhaltensbedingte Kündigung wegen Störung des Betriebsfriedens drohen.
Kurzarbeit gilt grundsätzlich für den ganzen Betrieb oder Betriebsteile, er kann nicht für einzelne Arbeitnehmer ausgesprochen werden, während andere arbeiten. Eine gesetzliche Höchstdauer von Kurzarbeit ist nicht vorgesehen. Sie läuft aus, wenn die vereinbarte Zeit abgelaufen ist, oder die Voraussetzungen für ihre Einführung nicht mehr bestehen. Kurzarbeitergeld gibt es grundsätzlich maximal sechs Monate, unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 24 Monate. Ab Januar 2009 werden 18 Monate lang gezahlt . Die Verordnung gilt ein Jahr für Betriebe, die bis zum 31. Dezember 2009 Kurzarbeit anmelden.
( 01/09 )