Arbeitsrecht von A-Z
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Kurzarbeit, Einsparpotential

Bietet Kurzarbeit Einsparpotential?



Ist Kurzarbeit eine sinnvolle Maßnahme für Unternehmen, um sich der Wirtschaftskrise entgegenzustellen? Viele Unternehmen haben bereits zu diesem Mittel gegriffen, andere überlegen noch. Kurzarbeit rechnet sich nur, wenn man die kostenmäßigen Auswirkungen kennt und weiß, wieviele laufende Kosten dem Betrieb trotz Reduzierung der Arbeitsleistung verbleiben.
Interessant sind hier die Begriffe Sollentgelt, Istentgelt und Ausfallentgelt. Das Sollentgelt ist das reguläre Gehalt, das Istentgelt das Gehalt, welches dem Arbeitnehmer bei der Kurzarbeit verbleibt und das Ausfallentgelt die Differenz, also die finanzielle Einbuße, die der Arbeitnehmer in Kurzarbeit hätte ohne die finanzielle Unterstützung durch die Arbeitsagentur.
Schwierig gestaltet sich die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit. Denn aus dem Istentgelt findet eine reguläre Beitragsberechnung statt, aus dem Ausfallentgelt sind aber ebenfalls Beiträge zu berechnen mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung. Im Rahmen der Maßnahmen des Konjunkturpaktes II der Bundesregierung können sich aber Betriebe die Arbeitgeberbeitragsanteile zur Sozialversicherung der Arbeitnehmer in Kurzarbeit zu einem Teil von der Arbeitsagentur zurückholen.
Kurzarbeit ist also durchaus eine geeignete Möglichkeit zur Kostenreduzierung und zum Erhalt eines Betriebes in schwierigen Zeiten.
( 03/09 )