Arbeitsrecht von A-Z
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Kündigung, fristlos, Beleidigungen auf Facebook

Wer auf seinem Facebook-Profil seinen Arbeitgeber beleidigt, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Dem Landesarbeitsgericht Hamm lag ein Fall vor, in dem ein 26 Jahre alter Auszubildender seinen Arbeitgeber auf seinem Facebook-Profil u.a. als Menschenschinder und Ausbeuter titulierte. Der Mann absolvierte eine Ausbildung zum Mediengestalter bei einer Firma, die Internetdienstleistungen anbietet, u.a. auch Facebook-Profile für Kunden erstellt. Die Firma sprach eine fristlose Kündigung aus, gegen die der Auszubildende Klage erhob. Er berief sich auf das Recht der freien Meinungsäußerung und sagte, die Aussage sei scherzhaft gemeint gewesen. Während das Arbeitsgericht der Klage noch statt gab, hob das LAG das Urteil auf und wies die Klage ab. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Die Richter sahen die Kündigung als wirksam an, da die Titulierung tatsächlich als Beleidigung anzusehen ist. Das Urteil des Arbeitsgerichtes hoben die Richter auf, da dem Beklagten nicht zuzumuten gewesen wären, dem Kläger durch eine Abmahnung oder ein Kritikgespräch sein Fehlverhalten klar zu machen, um eine Änderung zu bewirken. (LAG Hamm. 5 Sa 451/12)
( 04/13 )