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Kündigung: Firma muss Luxus nicht finanzieren

Nimmt ein Spitzenmanager kostspielige Leistungen seiner Firma in Anspruch, obwohl er weiß, dass er darauf keinen Anspruch hat, so riskiert er damit eine Kündigung. Das LAG Baden-Württemberg hatte jüngst einen entsprechenden Fall zu verhandeln. Der Chef des Mercedes-Benz-Tochterunternehmens Merceds-Benz USA hatte von seinem Unternehmen eine Dienstvilla zur Verfügung gestellt bekommen. Auf Kosten der Firma ließ der Manager eine 90.000-$-Hifi-Anlage nachrüsten und installierte einen Fitnessraum und teure Betten im Wert von 9400 $. Als der deutsche Mutterkonzern davon erfuhr, wurde dem Manager außerordentlich gekündigt. Seine Kündigungsschutzklage war erfolglos. Nach Auffassung der Richter hätte der Mann die Pflicht gehabt, die Vermögensinteressen der Firma zu wahren. Auch sein Hinweis darauf, dass ja andere die Erstattung der Ausgaben bewilligt hätten, half ihm nicht. (LAG Baden-Württemberg, 3 Sa 129/12)
( 06/14 )