Arbeitsrecht von A-Z
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Kündigung, Arbeitszeit falsch protokolliert

Wer die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter falsch protokolliert, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. So geschehen im Fall eines leitenden Radartechniker eines Serviceunternehmens, das in der Westpfalz für eine US-Militär-Basis technische Dienste anbietet. Nach einem Stromausfall hatte der leitende Techniker seine Mitarbeiter drei Stunden vor Schichtende nach Hause geschickt, da er der Meinung war, sie könnten nicht mehr arbeiten. Die zwei Techniker hatten jedoch auf ihren Zeiterfassungskarten die volle Acht-Stunden-Schicht angegeben, der Vorgesetzte hatte das entsprechend geprüft und gegengezeichnet. Daraufhin erhielt er wegen falscher Protokollierung die fristlose Kündigung. Sein Weg zum Gericht war vergeblich, die Richter am Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz sahen einen vorsätzlichen Verstoß gegen die Verpflichtung des Arbeitnehmers, die abgeleistete Arbeitszeit korrekt zu dokumentieren. emäß BGB ein schwerer Vertrauensbruch, der zur fristlosen Kündigung führen kann. (LAG Rheinland-Pfalz, 10 Sa 6/13)
( 08/14 )