Arbeitsrecht von A-Z
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Krankengeld, Anspruch trotz voller Arbeitszeit

Macht ein arbeitsunfähiger Arbeitnehmer eine stufenweise Wiedereingliederung, so hat er für die gesamte Zeit Anspruch auf Krankengeld. Auch, wenn er gegen Ende der Maßnahme bereits wieder in vollem zeitlichen Umfang an seinem Arbeitsplatz ist, erlischt dieser Anspruch nicht. Denn es gilt während dieser Zeit auch in Absprache mit dem Arbeitgeber zu schauen, in welchem Umfang und in welchem Arbeitsbereich der Mitarbeiter wieder eingesetzt werden kann. Entscheidend dafür, ob Anspruch auf Kranken-, Übergangs- oder Verletztengeld besteht, ist einzig die bestehende Arbeitsunfähigkeit. Zahlt ein Arbeitgeber freiwillig ein Teil-Arbeitsgeld, wird die Entgeltersatzleistung entsprechend gekürzt. Der Arzt muss gemäß § 74 SGB V auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Art und Umfang einer möglichen Arbeit benennen. Ist der Arbeitgeber jedoch im Rahmen der Wiedereingliederung der Meinung, dass der Arbeitnehmer der Aufgabe nicht wird nachkommen können, kann er sich an die Krankenkasse wenden. Diese kann eine gutachterliche Stellungnahme durch den Medizinischen Dienst veranlassen.
( 02/13 )