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Hund, Chef darf Hund im Büro verbieten

Ein Chef kann seinem Mitarbeiter verbieten, seinen Hund mit ins Büro zu bringen, auch wenn andere ihren Hund mitbringen dürfen. Dies ist nach Auffassung des Arbeitsgerichtes Düsseldorf zum Beispiel gerechtfertigt, wenn sich die Mitarbeiter durch den Hund bedroht fühlen – unabhängig davon, ob das Tier tatsächlich objektiv bedrohlich ist. Die Mitarbeiterin einer Werbeagentur brachte dort drei Jahre lang ihren Hund mit zur Arbeit, den sie von einer russischen Tierschutzorganisation übernommen hatte. Als ihr Chef dies untersagte, klagte sie auf Gleichbehandlung, denn auch andere Mitarbeiter brachten ihre Hunde mit. Der Chef argumentierte, dass ihr Hund gestört sei und die Kollegen sich daher nicht mehr in das Büro der Frau trauen würden. Außerdem stinke das Tier. Die Frau wollte vor Gericht feststellen lassen, dass sie ihren Hund auch weiter mit ins Büro bringen dürfe, wenn sie mit Unterstützung eines Hundetrainers an seinem Verhalten arbeite und das Tier im Büro an einer Leine oder in einer Hundebox sichere. Nach Auffassung der Richter muss der Chef es aber auch unter dem Gleichbehandlungsgrundsatz nicht dulden, dass der Hund weiter mit zur Arbeit gebracht wird. Denn nach Zeugenaussagen haben sowohl Mitarbeiter als auch der Geschäftsführer des Unternehmens Angst vor dem Tier, was die Arbeitsabläufe störe. Der Vorgesetzte habe auch gegenüber diesen Arbeitnehmern eine Fürsorgepflicht. Das Gericht wies die Klage ab. (Arbeitsgericht Düsseldorf, 8 Ca 7883/12)
( 07/14 )