Arbeitsrecht von A-Z
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fristlose Kündigung, Weiterbeschäftigung

Strafe muss auf dem Fuß folgen
Strafe muss unmittelbar folgen – das gilt bei einer fristlosen Kündigung wegen Fehlverhaltens. Wird das Fehlverhalten bekannt, muss die fristlose Kündigung unmittelbar ausgesprochen werden. Wird der Mitarbeiter jedoch zunächst noch einige Tage weiter beschäftigt, so widerlegt die Firma damit das Argument der „Unzumutbarkeit“. Dies geht aus einem Urteil der Richter des Arbeitsgerichtes Frankfurt am Main hervor. In dem zu verhandelnden Fall hatte ein Arbeitnehmer einer Reinigungsfirma bei einem Kunden der Firma einen Kalender gestohlen. Der Kunde erteilte ihm daraufhin Hausverbot. Der Arbeitgeber beschäftigte den Mitarbeiter noch einige Tage bei anderen Kunden. Erst dann sprach er die Kündigung aus – zu spät, wie die Richter urteilten. (ArbG Frankfurt am Main, Az. 9 Ca 809/03)
( 01/06 )