Arbeitsrecht von A-Z
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fristlose Kündigung, 14-Tagesfrist

14-Tages-Frist bei fristloser Kündigung
Ein Arbeitgeber kann eine fristlose Kündigung mit einer Ausschlussfrist von zwei Wochen aussprechen, sobald er Kenntnis von einem wichtigen Kündigungsgrund erlangt (Ausschlussfrist gem. § 626 Abs. 2 BGB). Viele fristlose Kündigungen sind aber unwirksam, weil der Arbeitgeber es versäumt, diese Frist einzuhalten. Denn die Frist beginnt nach dem Tag, an dem der Arbeitgeber von dem wichtigen Kündigungsgrund Kenntnis erlangt und endet zwei Wochen später mit Ablauf des gleichen Wochentages, an dem der Arbeitgeber die Kenntnis erlangt hat. Allerdings muss der Arbeitgeber bei Fristbeginn auch tatsächlich sicher und möglichst vollständige Kenntnis der für die Kündigung maßgebenden Tatsachen durch den Arbeitgeber haben. Steht nicht fest, ob der Arbeitnehmer eine Pflichtverletzung auch tatsächlich begangen hat und ob ein Sachverhalt vorliegt, der eine fristlose Kündigung rechtfertig, so beginnt die Ausschlussfrist nicht. Auch nicht, wenn der Arbeitgeber weitere Ermittlungen durchführen lässt. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Ermittlungen zügig durchzuführen. Nach der Rechtssprechung sollten sie nicht länger als eine Woche dauern. Nur bei besonderen Umstände darf die Frist überschritten werden. So z.B. in einem Prozess beim Bundesarbeitsgericht: Hier wurde dem Arbeitgeber zur Prüfung von rund 1200 Rechnungen und Lieferscheinen eine Dauer von zwei Monaten eingeräumt. (BAG, 2 AZR 333/06)
( 07/07 )