Arbeitsrecht von A-Z
Anzahl der Einträge: 1

Freistellung nach Kündigung

Wurde einem Mitarbeiter gekündigt, so ist er bis zum Ablauf der Kündigungsfrist vor Nichtbeschäftigung geschützt. Er ist verpflichtet, Arbeitsleistung abzuliefern, hat andernfalls keinen Anspruch auf seinen Lohn. Allerdings kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer auch bis zum Ende der Frist freistellen. Ist im Arbeitsvertrag nichts entsprechendes geregelt, kommt es auf besondere Arbeitgeberinteressen an , wie z.B. „beim Wegfall der Vertrauensgrundlage, Auftragsmangel oder bei einem demnächst zur Konkurrenz abwandernden Mitarbeiter. Eine Freistellung ist allerdings dann unzulässig, wenn die Kündigung unwirksam ist oder der Arbeitnehmer in erster Instanz im Kündigungsschutzprozess obsiegt hat. Der Arbeitnehmer kann die Weiterbeschäftigung auch per einstweiliger Verfügung dann durchsetzen, wenn er ein besonderes Interesse belegen kann, wie z.B. die Wahrung des Wissensstandes. Der Arbeitnehmer kann übrigens während der Freistellung bereits eine neue Arbeitsstelle annehmen, ohne dass ihm das angerechnet wird.
( 09/13 )