Arbeitsrecht von A-Z
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Freistellung, Bezahlte Freistellung jetzt bis zu drei Monate

Eine bezahlte Freistellung war unbürokratisch bisher gesetzlich nur für einen Monat möglich. Danach erlosch bisher das sozialversicherungsrechtliche Beschäftigungsverhältnis. Länger andauernde Freistellungen fielen nur dann unter den Schutz der Sozialversicherung, wenn zusätzlich eine Wertguthabenvereinbarung getroffen wurde. Das war zeit- und kostenaufwendig, da auch eine Insolvenzversicherungspflicht besteht. Daher wurde dies oft gescheut. Doch gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist ein flexibles Arbeitszeitkonto eine gute Möglichkeit, Arbeitsplätze zu erhalten. Seit Januar 2012 nun ist eine gesetzliche Neuregelung in Kraft, die eine bezahlte Freistellung bis zu drei Monate ermöglicht bei Gleitzeit- oder Arbeitszeitkonten, ohne dass eine Wertguthabenvereinbarung geschlossen werden muss. Damit haben Arbeitgeber und -nehmer mehr Möglichkeiten, Zeitkonten flexibel ihren Bedürfnissen anzupassen.
( 05/12 )