Arbeitsrecht von A-Z
Anzahl der Einträge: 1

Fortbildung, Steuerpflicht

Fortbildung ist nicht steuerpflichtig



Berufliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen des Arbeitgebers werden nicht als Arbeitslohn angesehen, wenn diese Bildungsmaßnahmen im überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt werden. Gleiches gilt nun auch für Maßnahmen, die auf eigene Rechnung des Mitarbeiters erbracht und durch den Arbeitgeber ersetzt werden. Bisher ging die Finanzverwaltung hier davon aus, dass es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn handelt. Diese Auffassung hat sie nun geändert. (OFD Rheinland, Verfügung vom 28.7.2009, S 2332-10154-St 212) Allerdings nur dann, wenn der Arbeitgeber die Übernahme bzw. den Ersatz allgemein oder für die besondere Bildungsmaßnahme zugesagt hat. Um einen nochmaligen Werbungskostenabzug für die vom Arbeitnehmer nicht getragenen Aufwendung auszuschließen, muss der Arbeitgeber auf der Originalrechnung die Höhe der Kostenübernahme vermerken und eine Kopie der Rechnung zum Lohnkonto nehmen. Als Fortbildungskosten werden übrigens nur Weiterbildungsmaßnahmen im bereits ausgeübten Beruf angesehen, z.B. Meisterkurse und -prüfungen, der Besuch von Fachvorträgen einer Wirtschaftsakademie oder einer VHS zum Zweck der Berufsfortbildung, Sprachkurse sofern der Erwerb der Sprache beruflich relevant ist. Als Fortbildungskosten sind dagegen nicht Aufwendungen zum Übergang in einen anderen Beruf oder Promotionskosten, es sei denn die Promotion ist Teil eines Dienstverhältnisses.
( 10/09 )