Arbeitsrecht von A-Z
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Fehlzeiten, Schwerbehinderung

Vergleich von Fehlzeiten: Schwerbehinderte nicht benachteiligt



Bei der Unterscheidung von Mitarbeitern nach Fehlzeiten sind Schwerbehinderte nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nach Auffassung des Landesarbeitsgerichtes Köln nicht benachteiligt. Ein Busfahrer, der sehr hohe Fehlzeiten hatte, bewarb sich auf eine Fortbildung, die sein Unternehmen anbot. Es sollten Busfahrer für einen Pool ausgebildet werden, der Engpässe auf bestimmten Strecken ausgleichen sollte. Der Kläger war aufgrund seiner hohen Fehlzeiten abgelehnt worden. Die Engpässe könnten nur mit Fahrern mit geringen Fehlzeiten ausgeglichen werden, so das Unternehmen. Daraufhin klagte der Fahrer auf Schadensersatz nach dem AGG. Zu Unrecht, wie das LAG Köln urteilte. Denn die Ablehnung erfolgte nicht mit Verweis auf seine Behinderung sondern auf seine Fehlzeiten. Von diesem Merkmal sind nach Auffassung der Richter nicht überdurchschnittlich viele Behinderte betroffen, da es keinen allgemeinen Erfahrungssatz gebe, wonach behinderte Menschen höhere Fehlzeiten aufweisen als nicht behinderte. (LAG Köln, 11 Sa 921/07)
( 08/08 )