Arbeitsrecht von A-Z
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Erstattung von Wohnungskosten bei Entsendung

Bei einer befristeten Entsendung kann ein Mitarbeiter die Erstattung für die Wohnungskosten am Entsendungsort nur dann steuerfrei erhalten, wenn zwei Kriterien erfüllt sind: Der Arbeitnehmer muss seine andere Wohnung weiter halten, darf sie auch nicht vermieten, und er darf die Wohnung am Entsendungsort auch nur selber nutzen. Den Arbeitgeber trifft die Feststellungslast, dass er seine bisherige Wohnung nicht aufgegeben hat. Ist in der Wohnung am Entsendungsort auch die Familie untergebracht, sind die Aufwendungen in einen privaten und einen dienstlichen Teil aufzuteilen. Entscheidend sind hierbei die Mehrkosten für die Familie im Vergleich zur Unterbringung des Arbeitnehmers. Eine Pro-Kopf-Rechnung ist hierbei nicht üblich. Vielmehr erkennt die Finanzverwaltung in der Regel 60 qm als beruflichen Mehraufwand des Mitarbeiters an. Zugrunde gelegt wird nicht der ortsübliche Durchschnittsmietzins, sondern die tatsächlich entstandenen Aufwendungen.
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