Arbeitsrecht von A-Z
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Diskriminierung, Piloten durch die Mütze nicht diskriminiert

Unterschiedliche Bekleidungsvorschriften in Dienstvereinbarungen für Männer und Frauen müssen keinen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz darstellen. Ein Pilot der Lufthansa war vor Gericht gezogen, da er es als Diskriminierung empfand, dass männliche Piloten die Mütze zwingend in dem für die Öffentlichkeit zugänglichen Flughafenbereich zu tragen haben, es den weiblichen Piloten hingegen freigestellt ist. Das Arbeitsgericht Köln gab der Klage statt, die Berufung der Beklagten vor dem LAG hatte Erfolg. Die Lufthansa argumentierte unter anderem damit, dass sich die Bekleidungsrichtlinie aus dem historisch gewachsenen Erscheinungsbild der Piloten ergebe. Die Richter erkannten in der Verhandlung an, dass man die Mütze nicht gesondert sondern als Teil der Uniform zu sehen habe, und die sehe eben bei Männern und Frauen unterschiedlich aus. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Angelegenheit ließ das LAG die Berufung zu BAG zu. (LAG Köln, 5 Sa 549/11)
( 05/13 )