Arbeitsrecht von A-Z
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Diskriminierung: Entschädigung auch ohne Kündigungsschutzklage

Im Falle einer Diskriminierung im Rahmen einer Kündigung kann ein Entschädigungsanspruch auch ohne eine vorausgegangene Kündigungsschutzklage geltend gemacht werden. Entsprechend urteilte das Landesarbeitsgericht Bremen nun im Fall einer mit russischem Akzent sprechenden Deutschen. Ihr Vorgesetzter hatte während der Probezeit geäußert, dass die Kunden sich vor dem Akzent erschrecken würden und dies geschäftsschädigend sei. Das Arbeitsverhältnis wurde in der Probezeit beendet.  Die Mitarbeiterin klagte auf Entschädigung, weil ihr nicht wegen mangelnder Sprachkenntnisse sondern auf Grund ihrer ethnischen Herkunft gekündigt wurde. Das Gericht sprach ihr eine Entschädigung in Höhe von drei Bruttomonatsgehältern zu.
( 12/10 )