Arbeitsrecht von A-Z
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Diskrimierung Beweislast

Wie beweist man Diskriminierung?



Bereits im zweiten Anlauf ist eine Frau beim Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg mit einer Diskriminierungsklage gescheitert. Dem Gericht reichten die Indizien, die zu einer Beweisumkehrlast führen und der Beklagte so beweisen muss, dass er nicht diskriminiert hat, nicht aus. Die Frau hatte sich auf eine Beförderung beworben. Nach ihren Aussagen sei ihr vom Unternehmen die Beförderung informell versprochen worden. Als ihre Schwangerschaft bekannt wurde, sei ein Mann vorgezogen worden und man habe ihr gesagt, sie solle sich doch auf ihr Kind freuen. Die Frau war im ersten Anlauf beim Landesarbeitsgericht gescheitert, eine Schwangerschaft allein sei kein ausreichendes Indiz für eine geschlechtsspezifische Diskriminierung. Die Klage war bereits bis zum Bundesarbeitsgericht gegangen, das sie wieder an das Landesarbeitsgericht zurückverwies, es seien außer der Schwangerschaft genug andere Indizien vorgetragen worden. Die Bundesrichter hatten die Rechte der Klägerin gestärkt und gesagt, dass das Landesarbeitsgericht nicht so hohe Kriterien an die Beweislast legen dürfe. Das Landesarbeitsgericht erklärte auch in der zweiten Verhandlung die Indizien für nicht aussagekräftig genug (Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Az. 2 Sa 2070/08)
( 02/09 )