Arbeitsrecht von A-Z
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Der Medizinische Dienst überprüft Arbeitsunfähigkeit

Haben Arbeitgeber und Krankenversicherung den Verdacht, dass ein Arbeitnehmer „krank“ feiert und ein Arzt allzu schnell einen gelben Schein ausstellt, können sie den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung einschalten. Die überprüfen dann, ob der Arbeitnehmer tatsächlich krankheitsbedingt arbeitsunfähig ist. Nach Angaben des Medizinischen Dienstes wurden zB im Großraum Dortmund im Jahr 2009 22174 Versicherte von den Krankenkassen zur Begutachtung geschickt. Davon erschienen lediglich 54,2 Prozent überhaupt.  Die übrigen zogen es vor,  direkt wieder am Arbeitsplatz zu erscheinen. Von den Überprüften wiederum empfahl der medizinische Dienst bei 54,2 Prozent die Beendigung der Arbeitsunfähigkeit. In der Theorie droht Ärzten, die allzu leicht eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen eine Sanktion, tatsächlich hat die Kassenärztliche Vereinigung aber noch nie zu diesem Schritt gegriffen. ( 06/10 )