Arbeitsrecht von A-Z
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Daten, Löschen auf dem Dienst-PC verboten

Löschen von Daten und Mails auf dem Dienst-PC

Wer Daten und Mails auf seinem Dienst-PC löscht, z.B. wenn sein Arbeitsverhältnis aufgelöst wurde, kann sich strafbar machen. Denn: Sie gelten als Geschäftsunterlagen und gehören dem Arbeitgeber. Sie dürfen nur gelöscht werden, wenn der Arbeitgeber es anordnet oder es in seinem Sinne ist. Private Mails und Daten dagegen kann ein Arbeitnehmer jederzeit löschen. Ist die Nutzung des Firmen-PCs für private Zwecke erlaubt, vermischen sich private und dienstliche Daten und Mails. Dann wird es schwierig, zu unterscheiden, in welche Mails und Daten der Arbeitgeber Einblick haben darf. Hilfreich kann hier eine Firmenvereinbarung sein, die vorsieht, dass der Arbeitgeber die Einsicht in eine Mail abbricht, sobald er merkt, dass es sich um eine private Mail handelt, um die Privatsphäre der Mitarbeiter zu schützen. Auf der sicheren Seite ist der Arbeitgeber, wenn er eine private Nutzung der Dienst-Computer gar nicht erst zulässt. Löscht ein Arbeitnehmer unerlaubt Daten oder Mails, macht er sich der rechtswidrigen Löschung, Unterdrückung, Unbrauchbarmachung und Zerstörung von Daten nach § 303a StGB und §303b StGB strafbar. Ihm drohen bis zu zwei Jahren Freiheits- oder eine Geldstrafe. Strafverschärfend kann sich auswirken, wenn zudem die Datenverarbeitung des Unternehmens gestört wurde oder ein Datenträger beschädigt oder zerstört wurde. Dann drohen bis zu fünf Jahre Haft.
( 02/13 )