Arbeitsrecht von A-Z
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Beleidigung, fristlose Kündigung

Bei Beleidigung droht Kündigung
Wer ein böses Wort über seinen Chef verliert, riskiert eine Kündigung. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichtes Rheinland-Pfalz hervor. Nach Meinung der Richter rechtfertig die Beleidigung eines Vorgesetzten zumindest die ordentliche Kündigung. In dem zu verhandelnden Fall hatte eine Mitarbeiterin den Vorgesetzten in einem privaten Gespräch gegenüber anderen der Lüge bezichtigt. Als der Arbeitgeber davon erfuhr, kündigte er fristlos. Die Frau klagte, doch die Richter gaben ihr nicht Recht. Die Frau könne sich nicht auf die Meinungsfreiheit berufen. Ein Arbeitgeber müsse es nicht hinnehmen, dass führende Angestellte seines Betriebes beleidigt werden. Eine ordentliche Kündigung sei angemessen, ein fristlose Kündigung noch möglich. Sie sei lediglich in Einzelfällen, z.B. bei langer Betriebszugehörigkeit nicht sozial gerechtfertigt. (LAG Rheinlad-Pfalz, Az.: 10 Sa 991/05)
( 10/06 )