Arbeitsrecht von A-Z
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Bedrohung

Bei Bedrohung müssen zwei Übel vorliegen
Eine Bedrohung liegt nur dann vor, wenn der vermeintlich Bedrohte sich zwischen zwei Übeln entscheiden muss. Ist die eine Bedrohung im Grunde etwas Positives, wie z.B. die angebotene befristete Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses, liegt nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichtes keine Bedrohung vor. In dem zu verhandelnden Fall führte eine Universität mit einem Mitarbeiter Gespräche über eine mögliche befristete Verlängerung des Arbeitsvertrages. Die Uni macht die Verlängerung der Befristung davon abhängig, dass der Arbeitnehmer eine Befristungskontrollklage bei Gericht einreicht und dann einen gerichtlichen Vergleich protokolliert. Das Gericht hält das Vorgehen zwar für ungewöhnlich, aber nicht für eine Bedrohung. (BAG 6 AZR 200/07)
( 06/08 )