Arbeitsrecht von A-Z
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Auslagenerstattung für Bewerbungsgespräch

Bittet ein Arbeitgeber einen Bewerber direkt oder über einen beauftragten Unternehmensberater zu einem Vorstellungsgespräch, muss er in der Regel auch die dadurch entstandenen Kosten tragen. Dazu zählen gemäß § 670 BGB Fahrkosten, aber auch Kosten für Verpflegung, gegebenenfalls Übernachtung und sogar Verdienstausfall. Ein für das Vorstellungsgespräch genommener Urlaubstag jedoch muss nicht abgegolten werden. Dabei ist es unerheblich, ob es zum Abschluss eines Arbeitsvertrages kommt oder nicht. Allerdings kann der Arbeitgeber die Erstattung der Vorstellungskosten auch ausschließen. Das muss er dem Bewerber allerdings zuvor in der Einladung zum Gespräch bereits mitteilen. Auch ist eine Erstattung ausgeschlossen, wenn der Arbeitnehmer sich unaufgefordert vorstellt. Verknüpft ein Arbeitnehmer mehrere Termine miteinander, kann er dieselben Kosten nicht mehrfach abrechnen.
( 02/13 )