Arbeitsrecht von A-Z
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Aus Verdachtskündigung wird Tatkündigung

Eine Verdachtskündigung kann auch dann wirksam werden, wenn erst im Laufe der zweiten Instanz vor Gericht die Tat belegt werden kann. So geschehen in einem Fall, der nun vor dem Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz endete. Ein Arbeitgeber hatte einem Arbeitnehmer fristlos gekündigt, weil er Geld unterschlagen haben soll. Beweisen konnte der Arbeitgeber dies zunächst nicht. Das Arbeitsgericht Trier gab der Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers statt. Das Landesarbeitsgericht hob die Entscheidung auf. In zweiter Instanz konnte der Arbeitgeber dann zumindest einen Fall nachweisen, in dem der Arbeitnehmer Geld entwendet hatte. Damit sahen die Richter die Kündigung als berechtigt an. Aus der Verdachtskündigung wurde eine Tatkündigung. (LAG Rheinland-Pfalz, Az. 2 Sa 519/09)
( 09/10 )