Arbeitsrecht von A-Z
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AGG, Entschädigung nach AGG nur innerhalb von zwei Monaten

Wer im Rahmen eines Einstellungs- bzw. Bewerbungsverfahrens beim Arbeitgeber eine Entschädigung oder einen Schadensersatz nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gelten machen will, hat hierfür zwei Monate Zeit. Anschließend verfällt gemäß dem AGG der Anspruch. Dies wurde jüngst in einem Urteil vom Bundesarbeitsgericht bestätigt. Ein Bundesland hatte drei Stellen für Lehrkräfte in einer Justizvollzugsanstalt ausgeschrieben. Ein Bewerber wies in seiner Bewerbung auf seine Schwerbehinderteneigenschaft hin. Per Schreiben vom 29.8.2008 lehnte das Land ihn ab, der Bewerber erhielt es am 2.9.2008. Am 4.11.2008 meldete der Bewerber beim Land Schadensersatz an, weil er nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Das Land lehnte die Zahlung ab, der Bewerber zog vor Gericht. Dort blieb die Klage jedoch aufgrund der abgelaufenen Frist nach § 15 Abs. 4 AGG erfolglos. (BAG 8 AZR 160/11)
( 06/12 )