Kein Tinnitus durch Kindergeschrei

Tinnitus kann nicht durch Kindergeschrei verursacht werden, sagen die Richter des Dortmund Sozialgerichtes und berufen sich dabei auf wissenschaftliche Untersuchungen. Daher könne eine Erzieherin, die ihren Tinnitus auf einen lauten Kinderschrei in einem heilpädagogischen Kinderheim zurückführt, auch keine Entschädigungsleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung beanspruchen.

Die Frau hatte geklagt, weil ihr die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen die Kosten für die Versorgung mit einem Tinnitus-Masker verweigerte. Der Lärmpegel menschlicher Schreie (Maximal 130 dB) sei nicht hoch genug, um bleibende Hörschäden oder einen Tinnitus zu verursachen. (SG Dortmund, 22.1.2018, S 17 U 1041/16)