In Monaten, an denen wegen Feiertagen ein oder gar mehrere Tage nicht gearbeitet wird, zahlt der Arbeitgeber den normalen Monatslohn weiter. Wie aber ist das bei Kurzarbeit geregelt?

Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld an Feiertagen besteht nicht. Das bedeutet aber nicht, dass der Arbeitnehmer an Feiertagen leer ausgeht. Stattdessen muss der Arbeitgeber an diesen Tag den Lohn zahlen, allerdings nur in Höhe des Kurzlohns.

Es greift das Lohnausfallprinzip (§ 2 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz). Der fiktive Kurzlohn ist zu versteuern, die Sozialversicherungsbeiträge aber trägt der Arbeitgeber alleine. Zwar werden  Arbeitgeber während der Corona-Krise bis zum 31.12.2020 bei der Zahlung der alleinigen Sozialversicherungspflicht durch die Bundesagentur für Arbeit entlastet, das gilt aber nicht für die Lohnfortzahlung an Feiertagen.

(05/20 )