Befristete Arbeitsverträge für Bühnenpersonal

Bestimmte Arbeitsleistungen rechtfertigen nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG) einen befristeten Arbeitsvertrag. Dazu zählt eine überwiegend künstlerische Tätigkeit. Die Art der Arbeitsleistung muss dazu entsprechend im Arbeitsvertrag beschrieben sein. Regelmäßig erkennen Gerichte daher die Befristung von künstlerisch tätigen Arbeitnehmern, sogar langfristigen Seriendarstellern, an.

So hat das Bundesarbeitsgericht jüngst auch die Befristung des Arbeitsvertrages einer Maskenbildnerin am Theater als zulässig angesehen. Die Frau war bereits längere Zeit an dem Theater als Maskenbildnerin beschäftigt, mit immer wieder aneinander anschließenden  Verträgen, die jeweils auf die laufende Spielzeit befristet waren, bzw. sich automatisch um eine Spielzeit verlängerten, solange der Arbeitgeber der Verlängerung nicht widerspricht. (§ 69 NV Bühne). Als dies jedoch geschah, wollte die Maskenbildnerin gerichtlich geklärt haben, dass ihr Vertrag nicht durch die Befristung endete. Sie argumentierte, dass sie gar nicht überwiegend künstlerisch tätig gewesen sei, sondern vor allem im technischen Bereich zugearbeitet habe. Allerdings verlor sie in allen drei Instanzen.

Entscheidend ist nach Auffassung der Richter die Vorgabe aus dem Arbeitsvertrag, nachdem sie überwiegend künstlerisch tätig war. Die Befristung von Arbeitsverträgen des Bühnenpersonals, dazu seien auch Maskenbildner zu zählen,  sei aufgrund der verfassungsrechtlich garantierten Kunstfreiheit des Arbeitgebers gerechtfertigt.(BAG, 13.12.207, Az. 7 AZR 369/16)